Silber sauber machen aber wie – erfahren Sie mehr

Silber sauber machen
Normalerweise putzt man Silber mit einer Paste und mit Hilfe eines Tuchs. Das macht nicht nur viel Arbeit und schmutzige Hände, sondern es löst sich dabei immer eine feine Schicht Silber mit ab; die kostbaren Silbersachen werden deshalb immer dünner. Aber es gibt eine Möglichkeit, sich viel Arbeit zu ersparen und das Silber auch noch zu schonen.

Herr J. Pütz ist in seiner Studentenzeit an den Händler eines geheimnisvollen Silberputzmittels geraten, das er in seiner Heimat Luxemburg als Generalvertreter vertreiben sollte. Als der Lieferant pleite war und kein Nachschub mehr kam, ließ Herr J. Pütz das Mittel analysieren und fand heraus, dass es im Wesentlichen aus Salz und Soda bestand; allerdings enthielt es sehr viel mehr Salz als nötig, da der Händler mit großen Mengen beeindrucken wollte.

Das sehr einfache Verfahren besteht darin, dass das verschmutzte Silber in ein Bad getaucht wird, in dem sich sozusagen vollautomatisch das im schwarzen Silberbelag enthaltene Silber wieder in blankes Silber zurückverwandelt. Und zwar auch in den Ecken, die man mit dem Putztuch schlecht erreicht.

Warum wird Silber schwarz? Silber sauber machen
Silber hat die Eigenschaft, sehr leicht mit Schwefel zu reagieren und das schwarze Silbersulfid zu bilden. Sie kennen das beispielsweise von der Reaktion, die entsteht, wenn Eigelb an einen Silberlöffel kommt. Unser Silberputzmittel macht diesen Prozess der Schwefelsulfidbildung rückgängig, und zwar auf folgende Weise:

Kleiden Sie eine genügend große Kunststoffschüssel mit handelsüblicher Aluminiumfolie aus. Schütten Sie auf die Folie einen Teelöffel normales Kochsalz und einen Esslöffel Soda (Na2Co3), das ist Natriumcarbonat, das Sie in Drogerien oder Apotheken erhalten. Gießen Sie darüber zwei Liter kochendes Wasser und rühren Sie alles vorsichtig um, bis sich die Salze gelöst haben.

Die zu reinigenden Silbersachen werden nun einfach auf die Folie in die Lösung gelegt. Bald bilden sich Bläschen am Silber, die ein wenig nach Schwefel riechen. Der Silbersulfidbelag hat sich nämlich in die beiden ursprünglichen Bestandteile, metallisches Silber und Schwefel, zurückverwandelt. Während dieses Prozesses baut sich zwischen den Silbergegenständen und der Aluminiumfolie eine elektrische Spannung auf, bei der die Salzlösung als Vermittler dient. Schon nach wenigen Minuten verschwindet der schwarze Belag, und das Silber erstrahlt in altem Glanz. Sie brauchen es nun nur noch mit klarem Wasser abzuspülen und abzutrocknen.