Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen und die Tipps darüber

Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen
Die größte Menge an Herbiziden und Insektiziden pro gleicher Fläche wird nicht in der Landwirtschaft verwendet, sondern in Hausgärten und auf Balkonen. Oft wird dabei vergessen, dass man damit nicht nur in der Natur ungewollt Schäden anrichtet, sondern auch den Menschen, insbesondere den Kindern gegenüber gedankenlos handelt.

Die Natur wäre längst völlig aus dem Gleichgewicht geraten, wenn es nicht ständig einen Ausgleich zwischen Wirkung und Gegenwirkung gäbe. Und so hält auch die Natur eine Menge Mittel für den Pflanzenschutz bereit, durch die ein ökologisches Gleichgewicht entsteht. Gegen dieses Gleichgewicht verstößt nämlich nicht die Natur, sondern vor allem der Mensch bei seinem Versuch, ausschließlich nach seinen eigenen Nützlichkeitserwägungen vorzugehen. Wir von Gesundheitsberater24 haben uns von Anfang an für einen naturnahen und trotzdem wirkungsvollen, aber auf Ausgleich von Wirkung und Gegenwirkung bedachten Umgang mit der Umwelt eingesetzt. Fin gutes Beispiel dafür ist unsere Propagierung des Naturprodukts Niem. Wer im Garten und auf dem Balkon mit der chemischen Keule arbeitet, bringt natürlich auch viel nützliches Getier um. Dadurch vermehren sich die Schädlinge umso mehr, sobald die Chemie an Wirkung verliert. Wir zählen hier beispielhaft auf, welche Nützlinge gegen welche Schädlinge Vorgehen, wobei viele von diesen Nützlingen gar nicht erst künstlich herbeigeschafft werden müssen, sondern sich von selbst einstellen, sobald das Nahrungsangebot wächst, sprich: die Schädlinge mehr werden.

Der Marienkäfer: In Deutschland sind verschiedene Arten heimisch. Die häufigste ist Coccinella septempunctata. Coccinella ist rot und hat sieben schwarze Punkte, wie der lateinische Name schon sagt. Er gilt als Glücksbringer. Aus den Punkten darf man allerdings nicht auf sein Alter schließen. Sowohl die adulten Käfer als auch ihre Larven sehen in Pflanzenläusen einen Leckerbissen. Eine Larve kann in ihrer kurzen Entwicklungszeit bis zu 250 Blattläuse vertilgen.

Die Florfliege: Bei den Florfliegen sind es ausschließlich die Larven, die die Blattläuse vertilgen. Eine Larve kann bis zu 500 Blattläuse aussaugen und damit töten. Das geflügelte Insekt mit seinen zarten, netzartigen grünen Flügeln findet sich in der kalten Jahreszeit manchmal auch in der Wohnung. Tun Sie ihm nichts!

Die Schlupfwespe: Schlupfwespen bekämpfen Schädlinge auf eine recht ungewöhnliche Art: Sie stechen entweder in die Larven, manche Arten aber auch in Eier und sogar Puppen hinein und legen darin ein Ei ab, aus dem nun eine Schlupfwespenlarve entsteht, die den Wirt langsam von innen her auffrisst. Es gibt Schlupfwespen, die man ganz gezielt gegen bestimmte Arten von Schädlingen ersetzen kann. Inzwischen hat auch die Landwirtschaft dieses Insekt zur umweltverträglichen Schädlingsbekämpfung entdeckt. Man kann Schlupfwespen auch kaufen.

Die Raubmilbe: Auch Raubmilben kann man über den Handel oder den Versandhandel beziehen. Raubmilben gehören zu den Spinnentieren, und ihre Beutetiere finden sie unter der entfernten Verwandtschaft. So fressen sie zum Beispiel die hartnäckigen Spinnmilben; einige Arten auch die Thripslarven. Diese Nützlinge können Sie über den Gartenfachhandel beziehen.