Honig als Lebensmittel besser verstehen – erfahren Sie mehr

Es gibt mindestens zwei verbreitete Meinungen zu Honig: Die eine Vorstellung ist, dass Honig von den Bienen ausschließlich aus Nektar von Blüten hergestellt werde; die andere Meinung besagt, dass Honig für die Zähne gesünder sei als Haushaltszucker. Beides stimmt so nicht.

Man unterscheidet Honig aus Blütennektar von dem aus Honigtau, dies ist der so genannte Waldhonig, der aus den zuckerreichen Absonderungen pflanzensaugender Insekten von den Bienen gewonnen wird.

Honig ist ebenso kariogen, also kariesfördernd, wie unser Haushaltszucker. Er ist außerdem für Diabetiker (Zuckerkranke) ebenso problematisch wie Zucker.

Honig besteht zu etwa 70% aus Invertzucker, zu etwa 20% aus Wasser sowie aus verschiedenen Mineralstoffen, Säuren, Enzymen und Aromastoffen. Wegen dieser vielen Inhaltsstoffe ist er – kariogen hin oder her – ein sehr nützliches und sogar heilungsförderndes Nahrungsmittel. Honig in warmer Milch ist beispielsweise ein altes Hausmittel bei Erkältungen.

Über viele Jahrtausende war Honig das einzige Süßungsmittel der Menschen. Sie haben ihn zunächst von wildlebenden Bienen genommen, die durch körpereigene Sekrete den Blütennektar oder Honigtau in Honig verwandelt und als Futter in Waben gespeichert haben.

Frischer Honig ist relativ flüssig und durchscheinend. Honig aus Nektar kristallisiert bei längerer Lagerung, was man aber durch vorsichtiges Erwärmen (weniger als 40 °C) wieder rückgängig machen kann.

Honigtau
Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass der Honig der Bienen ausschließlich aus Blüten stammt. Das ist beim so genannten Waldhonig nicht der Fall. Im Nadelwald blühen kaum Blumen oder Bäume, und trotzdem sind dort die Bienen beim Sammeln sehr erfolgreich: Sie sammeln den so genannten Honigtau, der aus den süßen Aus-Scheidungen von Blattläusen besteht. Blattläuse zapfen aus den Pflanzen Saft, dessen Zuckerbestandteile sie nicht alle verwerten können. Sie scheiden die überflüssigen also aus, was für die Ameisen ein „gefundenes Fressen” ist; aber auch für die Bienen. Sie arbeiten in ihren Honigdrüsen diesen vorproduzierten Saft um. Es entsteht ein Honig von besonders intensivem und hervorragendem Geschmack. Dieser Honig kristallisiert übrigens kaum, im Gegensatz zum Blütenhonig.