Bakterium Helicobacter Pylori besser verstehen – erfahren Sie mehr

Helicobacter Pylori
Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das für verschiedene, sehr häufig auftretende Krankheiten im Magen- und Darmbereich verantwortlich ist. Trotzdem war es den meisten Ärzten bis vor wenigen Jahren völlig unbekannt. Zu diesen Erkrankungen gehören zum Beispiel das häufige Zwölffingerdarmgeschwür oder Entzündungen der Magenschleimhaut. Helicobacter pylori ist als einziges Bakterium in der Lage, das aggressive saure Milieu im Magen zu überstehen. Es kann sich sogar lebenslang in der Magenschleimhaut einnisten und dort immer wieder Schwierigkeiten bereiten.

Früher konnte dieses Bakterium nur durch eine unangenehme Magenspiegelung nachgewiesen werden. Heute gibt es einen ganz einfachen Atemtest, der sich die Tatsache zunutze macht, dass das Bakterium im Magen Ammoniak produziert, das man im Atem nachweisen kann. Am verbreitetsten ist ein Bluttest, den es in jeder Apotheke gibt. Bei positivem Befund wird der Erreger mit einer Kombination aus zwei Antibiotika und Wismutgallat bekämpft.

Lange war unklar, wie Helicobacter pylori übertragen wird. Untersuchungen aus den USA haben nun belegt, dass das Bakterium im Speichel und im Kot von Stubenfliegen Vorkommen kann. Wenn also infizierte Fliegen mit Lebensmitteln in Berührung kommen, können diese mit dem Bakterium verunreinigt werden. Bevor man genauer über dieses Bakterium Bescheid wusste, wurden viele Magen- und auch Darmerkrankungen auf psychische Ursachen zurückgeführt. Die Pharmaindustrie hat damit ein sehr gutes Geschäft gemacht. Die diversen angebotenen Mittel konnten zwar Symptome bekämpfen, nicht aber die eigentliche Ursache.